Outcompeting: wenn Öko sogar billig(er) ist

Es gibt Projekte, da sind wir selber überrascht, WIE profitabel das Kaskadieren von Stoffströmen in dezentralen, kleinen Einheiten sein kann. Unserer Überzeugung nach muss Nachhaltigkeit ja immer ein besseres Geschäftsmodell haben als konventionelle Wettbewerber, damit „öko“ nicht in der Premium-Nische stecken bleibt. Häufig ist das durchaus möglich, auch wenn ich an der Stelle die Romantiker bremsen möchte: gewissen Gesetzen von Markt und Logik kann sich auch Umweltfreundlichkeit nicht entziehen.

Aber es ist durchaus möglich, mit Innovationen die Etablierten zu schlagen. Wichtig sind dafür mehrere Elemente:

  • Nutzung irgendeiner Form von Abfalls oder Überflusses als Input
  • daraus resultierend ein Win-Win(-Win) für die Beteiligten – also auch für den, der z.B. die Entsorgung des vermeintlichen Abfalls einspart
  • Einbindung der Menschen vor Ort – ob Mitarbeiter oder Bürger – mit ihrer Kultur und Historie, damit es zu „ihrem“ Vorhaben wird

Besonders im Bereich Energie ist dabei Erstaunliches möglich. An sich gibt es ja ohnehin keinen Mangel an Energie – von Sonne über Wind bis Schwerkraft ist jeden Tag mehr Energie vorhanden, als wir Menschen im Jahr verbrauchen. Wir müssen sie nur besser nutzen. Wenn das auch noch zu sehr geringen Kosten möglich ist, wird es spannend. Wir haben kürzlich ein Konzept für einen Kunden entwickelt, das 2018 in die Umsetzung gehen soll und verspricht, die Kosten der Energieversorgung massiv, also um Faktor x, zu senken. Wenn es gelingt, könnte die Energiewende sehr plötzlich greifbar nahe sein.

 

Foto (c) Pierre Amerlynck (freeimages.com)