Die Cascading Economy ist eine neue Art des Wirtschaftens, eine Art Meta-Geschäftsmodell. Denn in der Cascading Economy stehen die Wertschöpfungsketten nicht nebeneinander, sondern greifen kaskadierend ineinander.

Dadurch werden aus Ressourcen, die bei herkömmlichen Geschäftsmodellen in einer Wertschöpfungssackgasse zu Abfall verkommen, neue Potentiale, mit denen sich neue Profite erzielen lassen. Cascading Economy heißt, aus allem etwas Nützliches zu machen: Vermeintliche Probleme werden zu Lösungen, Abfall wird zur Ressource und vormals isolierte Geschäftsmodelle verbinden sich zu Kaskaden, die ein neues ganzheitliches Gesamtsystem bilden.

Der Cascading Economy geht es um die Optimierung von Systemen, die einen Mehrwert erzeugen. Cascading Economy-Projekte basieren auf einem systemischen Ansatz, der nach ungenutzten Potentialen und unentdeckten Schnittstellen sucht. So ist die Cascading Economy ein ergebnisoffener Prozess, der den lokalen Kontext und damit vor allem die beteiligten Menschen einbezieht – auf der Suche nach Möglichkeiten, den Kuchen zu vergrößern. Durch Feedback und Rückkopplung mit den Menschen vor Ort lassen sich aus mehr Perspektiven mehr Potentiale entdecken. Bürger, Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden oder Verwaltungsangestellte stehen im Mittelpunkt der Entdeckungsreise.

Diese Entdeckungsreise zeichnet sich durch drei Elemente aus:

  1.  Alle vorhandenen Daten, von Energiebilanzen bis Einwohnerzahlen, werden statistisch ausgewertet.
  2. Das System wird im Kontext der lokalen Geschichte und Kultur analysiert: Was gab es bereits, wurde vergessen, hat jetzt aber wieder Potential? Wer kennt sich hier womit aus? Welche Traditionen sind zu beachten?
  3. Die lokalen Stoffströme werden analysiert. Welche Abfälle gibt es in welchen Mengen? Was verbraucht wie viel Energie? Wie funktioniert das Wassermanagement? Welche Umweltprobleme gibt es?

In unserer Modellregion finde Sie gute Beispiele: Die BE Solutions hat z.B die kleine, strukturschwache Gemeinde Oberndorf unterstützt, indem sie die Cascading Economy-Prinzipien angewandt hat. Aus dem vermeintlichen Abfall Gülle wurde eine Ressource nicht nur für Biogas, mit dessen Abwärme eine Fischzucht betrieben wird, sondern auch Dünger. Hier greifen nicht nur die Wertschöpfungsketten ineinander sondern verknüpfen sich mit sozialem Engagement. Für die Menschen vor Ort entstehen neue Arbeitsplätze SChuelen öffen wieder und Keipen hane wieder Zulauf, die Sozialstrukturen gesunden.

Weil es in der Cascading Economy keinen Abfall gibt, macht sie vor allem eins: aus allem etwas Nützliches und Neues.