Ernährung Beiträge & News von der BE Solutions Unternehmensberatung

In der Kategorie „Ernährung“ finden Sie Infos die wir als Unternehmensberatung zum Thema Ernährung interessant finden. Dazu gehören Unternehmensberatungsinformationen zum Thema Urban Farming & Urban Gardening, Unternehmensberatungsinformationen zum Thema Aquaponik & neue Fischzucht ( Aquakultur) Unternehmensberatungsinformationen zum Thema Abfallmanagement im Sinne einer Cascading Economy und Zero Emission Strategie.

News - Unternehmensberatung - Nachhaltigkeit, Innovation & Regionalentwicklung

Eine autarke Insel

Über El Hierro gibt es ja bereits einen längeren Bericht auf blueeconomy.de denn das langjährige Regionalentwicklungsprojekt dort hat wirklich Vorbildcharakter. Nun waren wir vor Ort, um uns die Fortschritte beim Bau anzusehen. Die Windräder stehen ja bereits, am Pumpspeicherkraftwerk wird noch fleissig gebaut. Riesige Wechselrichter glänzen in der Sonne, die hydraulischen Generatoren sind bereits eingebaut. Mit insgesamt einem Jahr Bauverzögerung steht das Projekt eigentlich noch ganz gut da, insbesondere da es sicher auch für den Monopolisten Endesa ungewohnt war, sich auf solch eine Joint Venture Struktur einzulassen – und letztlich auf Gewinne zu verzichten. Endesa hält lediglich 30% an “Gorona del Viento El Hierro”, der Firma, die hier für mehr als 65 Mio. EUR alles umsetzt.

Fünf Enercon-Windräder à 2,3 MWp sollen in Kürze 11,5 MWh Strom erzeugen – da die Einwohner lediglich 7 MW im Peak benötigen, kann mehr als ein Drittel der Energie dafür verwendet werden, um bis zu eine halbe Million m³ Wasser in den oberen Speicher zu pumpen. Sollte tatsächlich mal kein Wind wehen, wird das Wasser durch zwei 3km lange Rohre abgelassen – nahezu 700 Höhenmeter führen dann zu 11,3 MWp Strom aus Wasserkraft. Bis 2020 sollen zudem 40% der Fahrzeuge auf der Insel elektrische Autos mit austauschbaren Batterien sein: “Tanken” ist dann ein einfacher Batteriewechsel, bei maximal 50km Fahrstrecke reicht die Kapazität auch eines kleinen Akkus.

Doch innovativ ist vor allem das Gesamtkonzept: die Masse des Stroms wird auf El Hierro benötigt, um die drei Entsalzungsanlagen zu betreiben, also um Frischwasser herzustellen. Weit mehr als die Hälfte dieses Wassers wiederum wird für die Landwirtschaft benötigt – die Bauern haben wohl zugesagt, auf ökologischen Anbau umzustellen, wenn dafür das Wasser günstiger wird. Aus einem Stromprojekt wird so ein Weg, eine Insel mit gerade einmal 35 Regentagen pro Jahr autark zu machen – erstaunlich, dass Solarthermie und Photovoltaik bei den Sonnenstunden bislang keine Rolle spielen! Jährlich werden zudem fast 2 Mio. USD eingespart, mit denen bislang 6.000 Tonnen Diesel importiert werden – Geld, das künftig dem Wirtschaftskreislauf der Insel zur Verfügung steht. Da wird es fast zur Nebensache, dass 18.700 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

El Hierro ist nur klein, aber schon jetzt ein Vorbild für seine größeren Nachbarn wie Teneriffa. In Europa leben 17 Millionen Menschen auf Inseln, weltweit sind es 600 Millionen – viele davon weit abgelegen. Wir würden uns wünschen, dass viele sich ebenfalls auf den Weg machen, systemisch verbundene Lösungen für die Versorgung ihrer Gemeinschaften zu entwickeln.

Ein ausführliches Video von unserem Besuch mit tollen Bildern dieser wunderschönen Insel findet sich hier.

News - Unternehmensberatung - Nachhaltigkeit, Innovation & Regionalentwicklung

FuturZwei und Blue Economy

Wer in der Schule Grammatik gehasst hat, kann sich vermutlich nur noch vage an die Form erinnern, die ‘Futur 2′ genannt wird und eine abgeschlossene Handlung der Zukunft ausdrückt. „Am Ende dieses Textes werden Sie diesen Beitrag gelesen haben.“ Jedenfalls hat sich der deutsche Soziologe Harald Welzer, der mir bislang nur als Konfliktforscher bekannt gewesen war, aufgemacht, alternativen zum heutigen Lebensstil und Wirtschaften aufzuzeigen. Dabei ist er natürlich auch über Blue Economy gestolpert – und hat gleich mehrere unserer Beispiele für seine Plattform und das später folgende Buch ausgewählt. Gestern war die feierliche Eröffnung. Wer schmökern möchte – hier geht’s lang. Aber Vorsicht: man verpflichtet sich zum Weitererzählen – Konsumhaltung ist nicht!

News - Unternehmensberatung - Nachhaltigkeit, Innovation & Regionalentwicklung

Weihnachtsfeier als (fast) Selbstversorger

IMG_0993-300x200Was für ein lustiger Abend: gemeinsam mit dem Team von Chido’s mushrooms haben wir gestern für unsere Weihnachtsfeier uns selbst bekocht – natürlich nur mit selbst gezüchteten Zutaten aus dem Pilzkeller und dem TopFarmers Gewächshaus. Daher stand zur Vorspeise Salat mit Limonenseitlingen auf dem Speiseplan, zum Hauptgang Filet vom Raubwels mit Austernseitlingen und zum Nachtisch Rosenseitlinge mit Apfelschnitzen (ok, die Äpfel mussten wir zukaufen, Bäume haben wir nicht). Super lecker! Ganz so viel Platz braucht man als Selbstversorger also gar nicht :-).

News - Unternehmensberatung - Nachhaltigkeit, Innovation & Regionalentwicklung

Bio-Koch im Radialsystem

Dr. Harald Hoppe ist schon seit vielen Jahren ein enger Freund und Wegbegleiter – leider sehen wir uns viel zu selten. Umso schöner, dass er gestern Abend im Radialsystem zu Gast war. Als Bio-Spitzenkoch hat er die Schulverpflegung in Deutschland revolutioniert, kreative Finanzierungsmodelle pioniert und dabei immer Nachhaltigkeit und Innovation zu kombinieren gewusst. Aber vor allem ist er ein waschechter Unternehmer mit Leib und Seele, dem wir zum Neustart der biond alles erdenklich Gute wünschen!

News - Unternehmensberatung - Nachhaltigkeit, Innovation & Regionalentwicklung

Im Königreich des Donnerdrachen

Bhutan ist ein sagenumwobenes Land, hoch im Himalaya gelegen und lange Zeit nur zu Fuß erreichbar. Doch auch die ‘moderne’ Anreise per Flugzeug hat es ganz schön in sich, wenn der Pilot die Maschine zwischen den Bergen langsam nach unten schraubt um schließlich immer noch ziemlich steil zur Landung in Paro anzusetzen. Wir hatten die Ehre, zwei Wochen lang auf Einladung der königlichen Familie dieses außergewöhnliche Land zu besuchen und sind nach wie vor begeistert von der Schönheit und Sanftheit von Natur und Bewohnern.

Es ist ein schmaler Grad, den Bhutan mit seiner Öffnung für internationale Märkte geht. Denn eine eher fatalistisch-bhuddistische Bevölkerung wird dadurch unvorbereitet konfrontiert mit Internet, Seifenopern – und sehr geschäftstüchtigen Indern. So manches ist dadurch aus dem Lot geraten und ein paar unnötige Abhängigkeiten sind entstanden. Wir dürfen nun für mehrere Kunden Projekte vorbereiten und hoffen, so einen kleinen Beitrag zur Resilienz und stärkeren Autonomie dieses wunderbaren Landes des Buchweizens, Daphnepapiers und des Donnerdrachens.