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News - Unternehmensberatung - Nachhaltigkeit, Innovation & Regionalentwicklung

Neue Firmenkultur: Leistung „trotz“ guter Laune

Ich hatte im Februar berichtet, dass wir unsere Firmenkultur umgestalten und neue Wege bzgl. Selbstorganisation und Eigenverantwortung gehen wollen. Wir sind mittlerweile einige Monate und intensive Treffen weiter; für mich Zeit für eine kurze Zwischenbilanz.Zunächst haben wir festgestellt, dass unser Kernteam ohnehin ein enorm hohes Maß an „ownership“ vorlebt – alles vom Typus her Macher, die nicht lange reden, sondern handeln (die großartige Monia Ben Larbi nennt unser Vorhaben ohnehin eine „Diktatur der Macher„). Mir persönlich liegt das sehr, und es ist wirklich schön zu sehen, mit wieviel Spaß und Loyalität alle jeden Tag zur Arbeit gehen. Für Praktikanten, aber auch assoziierte FÖJ‘ler u.ä. kann das schonmal eine Überforderung bedeuten, zumal die wenigsten wirklich viel Arbeitserfahrung mitbringen.Um es klar zu sagen: Selbstorganisation bedeutet alles andere, als dass ein chaotischer antiautoritärer Haufen nur noch macht, worauf er/sie Lust hat. Eigentlich ist die Anforderung sogar höher: jeder erwartet von den Kollegen ein mindestens genauso hohes Maß an Leistung und Begeisterung, wie er/sie selber an den Tag legt. Wer schlurt oder trödelt bremst die anderen letztlich. Die gute Stimmung kann da durchaus täuschen – die resultiert aus dem gemeinsamen Stolz auf das, was man leistet. Ein alter Bekannter würde sagen „Ihr seid eben keine Erdbeerteetrinker“. Bewerber seien daher vorgewarnt: kuscheln ist anders! Aber wer dafür brennt, seine Fähigkeiten ständig zu erweitern und mit top-Leistung richtig innovative und herausragende Ergebnisse zu produzieren – der ist bei uns absolut richtig. Foto: (c) Patrick Öxler (freeimages.com)

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New Work oder geteilte Verantwortung

Es gibt Bücher, die stehen eine Weile im Schrank, ohne gelesen zu werden. Eher selten waren es Geschenke, meistens habe ich sie selber besorgt – auf Empfehlung oder weil der Buchrücken spannend klang – und dann stehen sie da und warten darauf, dass ich Zeit finde. So kam es, dass ich erst 2 Jahre nach dem Kauf „Reinventing Organisations“ gelesen habe – dafür dann fast in einem Rutsch durch.Uns beschäftigte schon länger die Frage, was wir auf der Organisationsebene noch anders handhaben könnten, sowohl bei Kunden als auch „in-house“. Die Beispiele Dritter, die wir kannten, passten irgendwie nicht oder fühlten sich zu starr an; vereinzelte Experimente mit Konsensmodellen empfanden wir jedenfalls als abschreckend und zeitfressend!Seit Weihnachten gehört das Buch zur allgemeinen Team-Lektüre. Seitdem stellen wir fest, dass wir a) wohl schon immer „anders“ waren und b) wir erstaunlich viel Kompetenz rund um das Thema „moderne Führung“ und „Potenzialentfaltung“ schon längst im Team haben! (Ich will nicht ausschließen, dass beide Punkte zusammenhängen. :-))Für alle, die jetzt nicht lange lesen wollen, gibt es hier eine Video-Zusammenfassung.Bei einzelnen Kunden haben wir die Methoden bereits eingeführt, anderen haben wir sie erst empfohlen. In jedem Fall dürfte es in den nächsten Monaten und Jahren ein spannender Prozess werden zu schauen, wo wir ankommen, wenn Hierarchien abgelöst werden durch das Tragen von jeweils so viel Verantwortung, wie sich jeder einzelne zutraut. Eines steht jetzt schon fest: wir sind noch schneller geworden, was manchmal auch ein wenig Schwindel hervorruft. Für ungeduldige Menschen wie mich definitiv ein schönes Gefühl!