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Regionalpiloten - Nachhaltigkeitsberatung-Innovationsberatung-Regionalentwicklung-Systems Design

Die Regionalpiloten – damit Innovation zur Routine wird


Aus unserer Erfahrung aus der Regionalentwicklung hat sich in den letzten Monaten die Erkenntnis immer weiter verdichtet, dass die bisherige Arbeitsweise und Förderpolitik zur Unterstützung des ländlichen Raums neue Impulse braucht. Auf der einen Seite gibt es ein enormes Potential engagierter Dorfbewohner, die etwas verändern wollen, um das Leben auf dem Land zukunftsfähig zu machen und demografischer Entwicklung, Strukturwandel- und Transformationsprozessen, Entvölkerung und mangelnder Infrastruktur zu trotzen. Auf der anderen Seite gibt es eine Förderpolitik, die erkannt hat, dass die Unterstützung eines solchen Engagements von enormer Bedeutung ist, um die demokratische Grundlage unseres Landes zu schützen.

Man könnte also meinen, es wird viel getan und wir sind auf einem guten Weg. Das stimmt bis zu einem gewissen Grad! Allerdings werden vorhandene Fördertöpfe oft nicht ausgeschöpft. Und vielversprechende Projekte und Veränderungsprozesse können aufgrund mangelnder Finanzierung nicht realisiert werden. Wie passt das zusammen? Wir meinen es liegt an der Existenz zweier getrennter Systeme: Verwaltung auf der einen Seite – lokale Akteure (Innovatoren) auf der anderen Seite. Die einen sind gut in Routineprozessen, die anderen wollen neue Wege gehen. Beide bringen unterschiedliche Lösungskompetenzen und Potenziale mit in die Veränderungsprozesse ein, sprechen unserer Erfahrung nach aber keine für den anderen verständliche Sprache. Es fehlt an Sensibilität und Verständnis. Dabei sollten diese Systeme so gut wie möglich ineinander greifen, durchlässig sein, um das Potential auf beiden Seiten so effizient wie möglich zu entfalten, damit Ressourcen (Ideen, Engagement, Fördermittel) nachhaltig zum Einsatz kommen, die tatsächlich greifen und vorort etwas verändern.

Innovations-Datenbank mit über 3.000 Best-Practice Einträgen aus unterschiedlichen Bereichen und Branchen.

Bisher haben wir uns in unserer Arbeit auf die lokalen Innovatoren konzentriert und an bestimmten Schnittstellen eine Moderations- oder Dolmetscherfunktion zur Verwaltung und Politik übernommen. Doch die Herausforderungen, vor denen der ländliche Raum steht sind groß und betreffen alle Regionen im Bundesgebiet. Deshalb haben wir zusammen mit Deutschland – Land der Ideen die Initiative der Regionalpiloten ins Leben gerufen.

Deutschland – Land der Ideen bringt dabei vor allem die langjährige überregionale Erfahrung im Screening und dem Sichtbarmachen von Innovationen sowie dem Wissenstransfer und der deutschlandweiten Vernetzung von relevanten Akteuren mit. Die BE Solutions ist ein erfahrener Partner mit den Akteuren im ländlichen Raum und spezialisiert auf Regionalentwicklung für nachhaltige Veränderungsprozesse und kaskadierende Wertschöpfungsmodelle.

Gemeinsam verfügen wir über eine Innovations-Datenbank mit über 3.000 Best-Practice Einträgen aus unterschiedlichen Bereichen und Branchen.

Im Schulterschluss wollen wir neue Impulse im ländlichen Raum setzen, für mehr Durchlässigkeit der Systeme sorgen und einen Beitrag leisten, um die Kommunen in Deutschland zu beflügeln.

Mit einem gemeinsamen Leistungspaket identifizieren und aktivieren wir die innovativen Treiber vor Ort. Wir sensibilisieren für die Bedeutung von Innovationen und tragen zu einer besseren Kommunikation bei. Wir schaffen Räume für interdisziplinären Austausch und sorgen gezielt für Vernetzung. Dabei unterstützen wir bei ersten Projektideen sowie der Formulierung und Ausgestaltung von Förderanträgen. Wir entwickeln übergreifende Strategien, beraten in der Markenbildung und helfen beim Investorenmanagement. Mit all unserer Expertise unterstützen wir dabei, dass Innovation zur Routine wird.

Mehr dazu auch unter www.regionalpiloten.de

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Inspiration zu „Unternehmen“

Als wir 2009 anfingen, den Begriff „Blue Economy“ zu prägen, hatten wir gehofft, mit der Kampagne, die wöchentlich ein Beispiel für ‚blaues Handeln‘ veröffentlichte, Unternehmer in aller Welt zu erreichen, die dann umsetzen und ihre Branchen oder ihr regionales Umfeld zum Positiven verändern. Die Kampagne leitet unser gemeinnütziger Verein – sozusagen als Umweltbildung – aber uns erreichten in der Folge so viele Anfragen, „wie das denn nun konkret geht“, dass wir entschieden, die Blue Economy Solutions zu gründen und unsere jahrelange Erfahrung in der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten darin zu bündeln.Bis heute betreuen wir über den Verein die Seite blueeconomy.de und stellen regelmäßig fest, dass einzelne Beispiele es in „best of“ Listen und Empfehlungen für eine nachhaltige Zukunft schaffen, z.B. aktuell beim Bioökonomierat (dort findet sich z.B. Spinnenseide und Zitrusseife). Auch veröffentlichen wir immer wieder neue Beispiele, die uns begeistern oder neue Entwicklungen und Erkenntnisse widerspiegeln. Anfang des Jahres war dies z.B. ein Artikel zum Thema Stroh.Wie wir jetzt angenehm überrascht feststellten, hat dies bereits Unternehmer dazu bewegt, die sich dem Thema Verpackungen aus Stroh angenommen haben. Das ist für uns eine Bestärkung und Bestätigung, weiter so zu arbeiten: einerseits Ideen und Inspirationen „open access“ in der Welt zu verbreiten um Dritte zum Handeln anzuregen – auch wenn wir nur selten wie in diesem Fall mitbekommen, wie groß die Wirkung ist; und andererseits Unternehmen und Regionen zu beraten, die nicht nur einzelne Technologien nutzen wollen, sondern auf ihre Situation und Stoffströme angepasste systemisch kaskadierende Lösungsansätze entwickelt haben möchten, deren Umsetzung wir dann oft über viele Jahre begleiten.Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an Landpack, es ist schön das Jahr mit einer derart positiven Nachricht beenden zu können. You’ve made my day! Foto: (c) Landpack GmbH

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Der Druchbruch für 3D-Druck

Vor Kurzem war das Fraunhofer Institut mit uns im Gespräch über das Thema 3D-Druck. Auch wir haben ja bereits vor einigen Jahren erste Prototypen mittels “Digital Manufacturing” hergestellt und beobachten seitdem die Entwicklungen in diesem Markt. Interessanter Weise hat noch kaum ein Industrieunternehmen wirklich den Schritt gewagt, 3D-Druck in seine Prozesse zu integrieren. Vielmehr entsteht gerade eine grass-roots-Bewegung, die verschiedene Modelle und Materialien für unterschiedlichste Anwendungen entwickelt und ausprobiert.

Gerade die Fragen zu nachhaltigen Input-Stoffen sowie geeigneten Geschäftsmodellen zur Skalierung bewegen uns. Wir werden dazu in den nächsten Wochen und Monaten sicher auch eigene Ideen und Ansätze ausprobieren – und an dieser Stelle dazu berichten. Gerne erfahren wir auch von Ihren/Euren Ideen und Initiativen!

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Maden oder die Frage: wie fütter ich meinen Fisch?

Und wieder Besuch aus Brasilien – wie schön! Schon vor einigen Monaten waren wir im Gespräch mit Entologics, die versuchen wollen, eine industrielle Madenproduktion für Fischfutter in Südamerika auf die Beine zu stellen. Ein Pilotversuch in Brandenburg auf Basis von Schlachtabfällen vor einigen Jahren verlief leider im Sande, dabei wäre es dringend notwendig, dass Teile der Fischmehlbasis im gängigen Fischfutter durch andere Proteinquellen ersetzt werden. Mehrere Hochschulen forschen intensiv daran, wie auch die Futtermittelhersteller selbst – denn allein die chinesische Garnelenzucht treibt bereits heute die Preise für Fischmehl aus Beifang in die Höhe.

Noch fehlt es an geeigneten Verfahren, den verhältnismäßig hohen Fettanteil der Maden effizient von den hochwertigen Proteinen zu trennen. Dabei sind Maden nur eine Option, allerdings eine sehr vielversprechende, da sie nahezu jeden organischen Abfall verwerten können und zudem tierische Proteine liefern. Aber auch pflanzliche Quellen wie Wasserlinsen, Grundnesseln oder Algen (die natürlich keine Pflanzen sind) werden auf ihre Verwertbarkeit für die Fische untersucht. Aquakulturen können die Meere jedenfalls nur entlasten, wenn es gelingt, die darin gezüchteten Fische ohne Fischmehl zu mästen.

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Besuch bei Dippy

Back from London! In unserer Arbeit haben wir ja häufig mit extrem intelligenten Menschen zu tun, die Dinge erfinden, von denen man vorher dachte, die kann es nicht geben. Wenn man dann zwei davon an einem Tisch sitzen hat, ergeben sich doch beeindruckende Ergebnisse. In London haben wir Stefan Larsson, dem CTO von Solarus mit Prof. Andrew Parker, Forschungsleiter im Natural History Museum (NHM) of London, zusammengebracht.

Andrew ist einer der führenden Forscher im Bereich Optik, hat vor ein paar Jahren die Evolutionsbiologie auf den Kopf gestellt mit der These, dass die kambrische Explosion vor etwa 540 Millionen Jahren von der Entwicklung der Fähigkeit zu sehen ausging (sein Buch dazu, „In the blink of an eye“, ist wirklich enorm lesenswert). Heute beschäftigt er sich vor allem mit Oberflächen und deren Funktion – darunter kann Farbe sein, aber eben auch Hydrophobie, elektrische Leitungsfähigkeit, Wärmeschutz uvm. – meist in Kombination.

Stefan hat neben dem hybriden Solarmodul (das gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt und so über 50% der Sonnenenergie nutzbar macht) eine ganze Reihe spannender Technologien entwickelt, von modularen Steuerungselementen bis hin zum Autoantrieb aus Bananenschalen (Zurück in die Zukunft III!). Sein ganzes Haus ist ein großer Prototyp, einfach klasse, wenn z.B. die Jalousien gleichzeitig Solarthermiemodule sind!

Die beiden haben diverse Ideen entwickelt, wo Schnittstellen sein könnten und wollen nun Forschungsanträge stellen. Zum Abschluss gab’ es noch eine Führung durch die Labors und ich bin dann noch eine Runde durch das Museum selbst geschlendert – auch das wirklich schön und immer einen Besuch wert.

PS: Dippy wird das 26m Skelett eines Diplodocus Dinosauriers im Eingangsbereich des NHM genannt.

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